It’s on a day like this… (16mm to Video, Color, Sound, 16:00 min, 2021)

a film by Nigel Gavus & Ilkin Beste Cirak

A woman lies on a bed surrounded by things. She starts up a dialogue with them, touches them, picks them up, sets them in motion, and then puts them away again. Developing on the soundtrack is a stream of thoughts that in its details, revolves around the big picture: a film that through precision and conciseness, counters the narrowness of a world enclosed in four walls. 

Der Film könne denken, indem er Verhältnisse zwischen Menschen und Dingen herstelle und abbilde, schrieb Alexandre Astruc. In Nigel Gavus’ und İlkin Beste Çıraks It’s on a day like this… wird die bestechende Klarheit dieser Beobachtung im Film und am Film augenscheinlich: Eine Frau liegt auf einem weiß bezogenen Bett, umgeben von einfachen – alltäglichen, popkulturell aufgeladenen wie auch persönlich symbolischen – Dingen. Sie tritt mit diesen in einen Dialog, berührt sie, greift sie auf, bringt sie in Bewegung und legt sie wieder weg. Dazu entspinnt sich auf der Tonspur ein Strom von Gedanken, der im Kleinen, der Welt der Objekte, das ganz Große, die Fragen der Existenz in einer Gegenwart außerhalb des Bildes, umkreist: ein Film, der der Beschränktheit einer von vier Wänden umgebenen Welt, eines von vier Seiten umgebenen Kaders durch die Genauigkeit und Prägnanz eines körperlichen Spiels und eines filmischen Blicks entgegentritt. Alles ist möglich, auf kleinstem Raum, im Kino wie im Leben. 

(Text: Alejandro Bachmann)

The ticking of a clock. Time beats at the center of a lonely room. Thoughts follow an unattainable rhythm; they cause pressure in the corridors of intellect. Mind establishes a game to reach freedom in solitude. An item, a memory, a face, a facade, anything can melt in the absurdity of everyday life…A silent riot against the ordinary…

The film follows a day of a young woman who spends her time alone at her apartment sleeping and channeling off her time with objects in order to escape from the expectations of outside reality. It addresses the feeling of inner isolation and invokes the inevitability of change and transformation through sculpting the instants of a personal time into moving images. In the world where the protagonist engineers her own realm of unreal, she draws the picture of a passive rebellion against the lack of perspectives.

Das Ticken einer Uhr. Die Zeit schlägt in der Mitte eines einsamen Zimmers. Die Gedanken folgen einem unerreichbaren Rhythmus; sie verursachen Druck in den Korridoren des Intellekts. Der Verstand etabliert ein Spiel, um eine Freiheit in der Einsamkeit zu erreichen. Ein Gegenstand, eine Erinnerung, ein Gesicht, eine Fassade, alles kann in der Absurdität des Alltags zerfließen. Ein stiller Aufstand gegen das Gewöhnliche.

Der Film folgt einer jungen Frau, die ihre Tage alleine in ihrer Wohnung verbringt, um sich durch Schlaf von der Realität zu befreien. Sie erschafft sich ihr eigenes Reich der Unwirklichkeit aus der Beschäftigung mit den sie umgebenden Dingen und Objekten. Der essayistische Film thematisiert das Gefühl von innerer Isolation und hält das Bild einer traurigen, einsamen und passiven Rebellion gegen die Aussichtslosigkeit ihrer Welt fest.