Die international besetzte Ausstellung zeigt Arbeiten von Eilert AsmervikAdrian Buschmannİlkin Beste Çırak  Nigel Gavus und Sigrid Mau und wird von der Bürgermeisterin der Stadt Graz, Frau Elke Kahr, und der Kunsthistorikerin Iris Kasper, MA eröffnet.

Kuratorin: Irmi Horn

ROCHADE: Gibt es Strategien für eine lebenswerte Welt?

Die jungen Künstler*innen setzen sich mit den Lebensbedingungen, Hoffnungen, Erwartungen und Aussichten der Erdenbewohner*innen kritisch, humorvoll, sarkastisch und überaus ästhetisch auseinander.
Sie zeigen Perspektiven und Blickwinkel, die vom Jetzt, dem status quo, in die Zukunft gerichtet sind und wie bisher in der Kunst bedeutungsvolle Szenarien in den Köpfen der Betrachter*innen entstehen lassen. Zeitgenössische Positionen & Utopien treten in einen Diskurs.

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8 x 8: exquisite corpse (16mm / Double 8 mm, 01:45 min, Video-Loop, 2021)

Synopsis (Eng):

The film “8 x 8: exquisite corpse” is a collaboration between two artists (Nigel Gavus & Ilkin Beste Cirak), in which the game of chess becomes a quest for subconscious discovery. Their artistic experiment focuses on duality, movement and multiplication, enriching itself through the methods of exquisite corpse, a playful technique invented by the surrealists André Breton, Marcel Duchamp, Yves Tanguy and Jacques Prévert in the 1920s. The title of the film also refers to the analog black & white film format – double 8 mm, as well as to the layout of a chess board (eight-by-eight grid).

The raw material Double 8 mm, a film format since the 1930s, determines the camera and assembly work. The image production is based on the composition of the double-8mm film, which is 16 mm wide. First half of the film is exposed in the camera, then flipped around for the second half to be exposed in reverse. This technique takes one back to the simple mechanism of exquisite corpse. Usually, after development, the film is cut and split into two film strips. In this film, the artists avoided deliberately this split, in order to create the double effect in the material. The result is a split-screen 16mm film on which two 8mm tracks run simultaneously.

This film manifests itself as a two-sided surrealistic journey on a game of chess. The left screen/track follows the single moves in a rationalistic manner while the right screen represents a mental imagery, projecting abstract images as reflections of the game.

Synopsis (DE):

Die Filminstallation „8 x 8: exquisite corpse“ ist eine Zusammenarbeit zwischen zwei Künstlern (Nigel Gavus & Ilkin Beste Cirak), in der das Schachspiel zu einer Suche nach unterbewussten Entdeckungen wird. 

Ihr künstlerisches Experiment konzentriert sich auf Dualität, Bewegung und Multiplikation und bereichert sich durch die Methoden der „exquisite corpse“, einer spielerischen Technik, die von den Surrealisten André Breton, Marcel Duchamp, Yves Tanguy und Jacques Prévert in den 1920er Jahren erfunden wurde. Der Titel des Films bezieht sich auch auf das analoge Schwarz-Weiß-Filmformat – Doppel 8 mm – sowie auf das Layout eines Schachbretts (Acht-mal-Acht-Raster).

Das Rohmaterial Doppel 8 mm, ein Filmformat aus den 1930er Jahren, bestimmt die Kamera- und Montagearbeit. Die Bildproduktion basiert auf dem Aufbau des Doppel-8-mm-Films, der 16 mm breit ist. Die erste Hälfte des Films wird in der Kamera belichtet und dann umgedreht, damit die zweite Hälfte umgekehrt belichtet werden kann. Diese Technik erinnert an den einfachen Mechanismus eines „exquisite corpse“. Normalerweise wird der Film nach der Entwicklung geschnitten und in zwei Filmstreifen aufgeteilt. Bei diesem Film haben die KünstlerInnen diese Teilung bewusst vermieden, um den Doppeleffekt im Material zu erzeugen. Das Ergebnis ist ein 16-mm-Film mit geteiltem Bildschirm, auf dem zwei 8-mm-Spuren gleichzeitig laufen.

Dieser Film manifestiert sich als eine zweiseitige surrealistische Reise einer Schachpartie. Die linke Spur folgt den einzelnen Zügen auf rationalistische Weise, während die rechte Spur eine menschliche Bildsprache darstellt, die abstrakte Bilder als Reflexionen des Spiels projiziert.